Impressum - ©ZKR M-V - letzte Änderungen: August 2017

Unser Profil

Grundlage für den Aufbau und den Betrieb der Zentralstelle der Krebsregistrierung Mecklenburg-Vorpommern (ZKR M-V) ist das Klinische Krebsregistergesetz Mecklenburg-Vorpommern (KlinKrebsRG M-V vom 11. Juli 2016). Dieses Gesetz regelt die zentrale Zusammenführung und Auswertung der Daten der regionalen Klinischen Krebsregister im Land Mecklenburg-Vorpommern.

Das Zentrale Klinische Krebsregister

Die Auswertungen des ZKR M-V dienen der onkologischen Qualitätssicherung und sollen zur Erhöhung der Wirksamkeit und Effizienz der Krebsbehandlung in Mecklenburg-Vorpommern beitragen. Zur Wahrnehmung der Aufgaben des Zentralen Klinischen Krebsregisters und der Treuhandstelle wurde das Institut für Community Medicine bestimmt.

Mit der Einrichtung eines landesweiten Klinischen Krebsregisters auf gesetzlicher Basis ist das Land Mecklenburg-Vorpommern bei der Umsetzung des Nationalen Krebsplanes derzeit deutschlandweit führend.

Aufgaben:

  • Kooperation mit den regionalen Klinischen Krebsregistern in Schwerin, Rostock, Neubrandenburg und Greifswald und Unterstützung bei einer einheitlichen Dokumentation der Tumorkrankheiten und ihrer Verläufe (Unterstützung bei der Erstellung landesweiter Dokumentationsstandards)
  • zentrale Zusammenführung der Daten der regionalen Krebsregister und Integration zu einem gemeinsamen, qualitätsgesicherten Gesamtdatenbestand durch:
    • Zusammenführung mehrerer Meldungen zu einem Patienten im Zeitverlauf sowie aus verschiedenen Registern (record linkage) und landesweiten Dopplerausschluss (dem ZKR M-V liegen dafür nur verschlüsselte/pseudonymisierte personenbezogene Daten vor)
    • registerübergreifende Qualitäts- und Vollständigkeitsprüfungen der Daten
  • landesweite registerübergreifende Datenauswertungen zu:
    • Inzidenz und Stadienverteilung von Tumorerkrankungen
    • Qualitätssicherung der Behandlung und Ermittlung regionaler Versorgungsunterschiede durch anonymisierte Benchmarking-Analysen (z.B. zur Leitlinienkonformität)
    • Analysen zur Ergebnisqualität, z.B. zur Überlebenszeit und progressionsfreien Zeit
  • regelmäßige Berichterstattung an den Beirat des ZKKR M-V und Bereitstellung der Ergebnisse für Patienten und Leistungserbringer
  • Unterstützung einer weiteren Verbesserung der onkologischen Versorgung in einem internen Kommunikationsprozess mit den Leistungserbringern (Qualitätsdialog)


Die Treuhandstelle

Die Aufgabe der Unabhängigen Treuhandstelle ist die datenschutzgerechte Verarbeitung und Pseudonymisierung der patientenidentifizierenden Daten (wie Name, Geburtsdatum, Geschlecht, Adresse etc.).

Diese Daten werden in der Treuhandstelle vollständig getrennt von den klinischen Daten (zur Diagnose, Zeitpunkt und Art der Therapie etc.) verarbeitet. Die klinischen Daten werden erst nach Pseudonymisierung der Identitätsdaten in der Treuhandstelle von den regionalen Klinischen Krebsregistern an das Zentrale Klinische Krebsregister übermittelt.

Aufgaben:

  • Sicherung des Schutzes der Identitätsdaten
  • Erkennung doppelt erfasster Patienten (aus den identifizierenden Daten wird eine registerübergreifende Patientenliste, der sog. „Master Patient Index“ (MPI) aufgebaut)
  • Pseudonymisierung aller Daten nach den gesetzlichen Vorgaben
  • Verarbeitung eingehender schriftlicher Widersprüche von Patienten
  • Veranlassung der Löschung der klinischen Daten im Falle eines Widerspruchs und anschließend Information des behandelnden Arztes (dieser gibt die Information über die Löschung an den Patienten weiter)
  • Unterstützung der regionalen Krebsregister beim Abgleich der Identitätsdaten mit den Melderegistern zur Adress- und Vitalstatusaktualisierung